Müll sammeln
Für mich ist das Leben ein Geschenk.
Und genau deshalb sammle ich Müll, aus Dankbarkeit.
Nicht als Protest. Nicht aus Perfektion. Sondern als bewusste Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen.
Hier teile ich mir dir meine persönliche Geschichte.
Wie alles begann
Begonnen hat es an einem Strand in Griechenland im Sommer 2023. Ein ruhiger Ort. Kaum Menschen. Und trotzdem lag überall Müll.
In diesem Moment wurde mir klar: Ich möchte nicht nur wahrnehmen, ich möchte handeln.
Also habe ich angefangen aufzuräumen. Einfach so ohne Plan und ohne großes Ziel. Einfach, weil es sich richtig angefühlt hat.
Schließ dich uns an, wenn du magst.
Wie es 2024 weiterging
Im Urlaub 2024 auf der griechischen Insel Ikaria hat es mich wieder gepackt. Ich begann, den Strand, an dem meine Freundin und ich waren, täglich vom Müll zu befreien.
Nach sieben Tagen waren es zehn große Müllbeutel, die zusammenkamen. Einfach durch Hinsehen. Durch Dableiben. Durch Tun.
Besonders berührt hat mich, was daraus entstand.
Mit der Unterstützung einer Einheimischen startete ich über ein lokales Radio eine Müllsammelaktion.
Zehn Menschen kamen. Fremde, die an diesem Tag gemeinsam einen ganzen Strandabschnitt vom Müll befreiten.
Ich weiß noch genau, wie ich am Treffpunkt stand und nicht wusste, ob überhaupt jemand erscheinen würde.
Als die ersten ankamen und fragten, ob sie hier richtig seien für den Beach Cleanup, füllte sich mein Herz gleichzeitig mit Freude und tiefer Dankbarkeit.
Was als leiser Impuls begann, wurde plötzlich gemeinsames Tun.
Menschen kamen zusammen, sammelten, trugen, lachten, schwiegen.
Ohne große Worte.
Ein Strand. Zehn Menschen. Viele Säcke Müll.
Und das Gefühl, dass Veränderung dort beginnt,
wo wir aufhören wegzuschauen.
an die 100 Flaschendeckel kamen alleine zusammen
Die von mir gesammelten 10 Müllbeutel über eine gesamte Woche.
Sogar 2 Leute die dort einfach gebadet hatten packten mit an
Natürlich durfte der ganze Müll dann noch zur Straße gebracht werden.
Unsere Ausbeute und der Strand war sauber.
Was daraus geworden ist
Das Müllsammeln ist geblieben. Nicht als Aktion. Nicht als Pflicht. Sondern als Haltung.
Heute sammle ich regelmäßig Müll – in meiner Heimatstadt Marbach am Neckar. Manchmal allein. Manchmal gemeinsam mit anderen. Einfach, weil es sich richtig anfühlt.
Es geht nicht darum, die Welt zu retten.
Sondern Verantwortung zu übernehmen für den Ort, an dem wir leben. Für das, was uns umgibt. Für das Leben selbst.
Wenn du Lust hast, dabei zu sein, bist du herzlich willkommen.
Regelmäßige Müllsammelaktionen ab April 2025
Anfang 2025 habe ich in Marbach am Neckar begonnen, regelmäßige Müllsammelaktionen ins Leben zu rufen. Als Haltung, um den Ort in dem ich wohne sauber zu halten.
In Marbach begegnete mir ein Zitat von Friedrich Schiller, das meine innere Haltung treffend beschreibt:
„Der gebildete Mensch macht die Natur zu seinem Freund und ehrt ihre Freiheit, indem er bloß ihre Willkür zügelt.“
Für mich bedeutet das: Natur nicht zu besitzen. Nicht auszubeuten. Sondern achtsam mit ihr umzugehen.
Müll ist keine Natur. Müll ist Ausdruck menschlicher Gedankenlosigkeit.
Müll zu entfernen heißt nicht zu kontrollieren, sondern Verantwortung zu übernehmen.
Genau deshalb sammle ich Müll. Regelmäßig in einer Gemeinschaft sowie manchmal alleine. Für den Ort, den wir Zuhause nennen.
Wenn du auch Lust bekommen hast mitzumachen, sei gerne dabei
Und so finden inzwischen regelmäßig Müllsammelaktionen in Marbach am Neckar statt und seit kurzem auch in benachbarten Gemeinden wie Benningen.
Die Gemeinschaft zählt mittlerweile über 100 Herzensmenschen, die dem Gedanken „Gemeinsam Gutes tun für unsere Heimat“ folgen.
Eines ist mir dabei besonders wichtig: Müllsammeln verbindet Menschen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Hintergrund. Denn wir sind alle Bewohner dieser einen, gemeinsamen Erde.